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Digitalisierung im Sachverständigenbüro

Ich hatte ja in meinem letzten Artikel schon etwas zur Digitalisierung im Sachverständigenbereich geschrieben. Wer jetzt in seinem Sachverständigenbüro nicht den Grundstein in diesem Bereich legt, wird in den nächsten Jahren nicht mehr überlebensfähig sein. Davon bin ich überzeugt.

Aus gegebenen Anlass hier noch ein paar Gedanken zu dem Thema von mir:

Auch am Sachverständigenbüro geht die derzeit in aller Munde stehende „Digitalisierung“ nicht vorbei. Die Vorgänge werden komplexer, die Kunden fordern Transparenz und die Zusammenarbeit mit Kollegen will gemeistert werden. Wir werden deshalb im Büro eine neue CRM-Software (Customer-Relationship-Management – Kundenbeziehungsmanagement) einführen: „Gorilla.cc“. Ein Name der viel verspricht: „Unser CRM kann nur Eines – ALLES“.

Ich durfte den Gründer und CEO des österreichischen Startups „Gorlilla.cc“ Dominik Sattler im April 2018 in Sofia (Bulgarien) persönlich kennen lernen und bin absolut überzeugt, dass die Einführung der Software auch in unserem Büro zum vollen Erfolg wird. Die Software erfüllt nicht nur alle unsere Anforderungen, sie bietet mit der Anbindung an unseren Klick-Tipp Enterprise-Server auch jede Menge Raffinessen.

Wer sich mehr für das Thema CRM, Gorilla.cc und Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen interessiert, dem empfehle ich ein Video-Interview, das Dominik der Plattform Digistore24 gegeben hat (welche wir übrigens auch seit vielen Jahren erfolgreich zum Verkauf unserer digitalen Produkte einsetzen).  40 Minuten Video, die sich lohnen – wie ich finde.


 

Jetzt steht erst einmal die Einführung von Gorilla bei uns bevor. Es wird sicher keine leichte Aufgabe, aber wir werden das mit Hilfe des Teams von Dominik meistern. Ich werde von der Einführung von Gorilla.cc und den erzielten Verbesserungen in meinem Sachverständigenbüro berichten. Es wird eine spannende Zeit!

Hier noch ein dazu passendes Zitat aus dem Film „Idiocracy“ von „Joe Bauers“:

„Wisst ihr, es gab eine Zeit in diesem Land, da galten kluge Leute als cool. Okay, vielleicht nicht cool, aber sie haben Sachen gemacht, wie Schiffe zu bauen, und Pyramiden, und sie flogen sogar zum Mond!“

Achso, wer sich weiter für „Gorilla-CRM“ interessiert, der findet hier ein Webinar, welches die unglaublichen Chancen zur smarten Digitalisierung im Mittelstand und den KMU durch das Gorilla-CRM beschreibt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes, erholsames Wochenende

Euer

 

Lutz Schneider

BVS IHK verschlafene Digitalisierung

Der BVS und die verschlafene Digitalisierung

Das tut im Jahr 2018 schon weh: Der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e. V. (BVS) und mit ihm ihr Vizepräsident Bernhard Bischoff  beklagen in einer Pressemitteilung vom 02.07.2018 den Verfall der guten Sitten. Immer mehr Kunden der Gutachter nutzen automatisierte und sogar kostenlose Systeme zur Immobilienbewertung.

Bischoff (Zitat): „Die alte (Bauern-) Weisheit „Was nichts kostet, kann auch nichts“, trifft hier hundertprozentig zu.“

Dabei sind doch nur die öffentlich bestellten Gutachter die einzig „wahren“ Bewerter, die, die Herrscher über handgeschriebenen Zahlenwelten sind. Digitale Systeme, Big Data, Regressionsanalyse oder gar künstliche Intelligenz sind grundsätzlich abzulehnen. Das weiß man beim BVS spätestens seit 1996, als der Schachweltmeister Gari Kasparow vom Schachcomputer „Depp Blue“ besiegt wurde.

Dabei hat der Hass auf die digitale Welt beim BVS und den angeschlossenen IHK´s in Sachsen und Deutschland eine lange Tradition. So werden Benutzer von zeitgemäßer Wertermittlungssoftware wie „Sprengnetter Prosa“ schon seit vielen Jahren verunglimpft oder gar in den Verfahren zur „öffentlichen Bestellung“ benachteiligt (OLG Bautzen 4 K 856/07). Umso mehr freue ich mich, dass ich seit einigen Jahren im Programmbeirat dieser tollen Software aktiv an deren Weiterentwicklung mitarbeiten darf.

Man sollte sich auch einfach mal die Webseiten der Protagonisten des BVS anschauen. Viel Modernes oder gar Digitales gibt es da nicht. Manch eine Webseite von BVS-Mitgliedern wirkt, wie aus längst vergangenen Zeiten. Fortschrittliche Technologien wie Autoresponder, E-Books, elektronische Zahlungssysteme, Online-Terminvereinbarung etc. sind bei den Mitgliedern des BVS überwiegend nicht zu finden. Manche Mitglieder haben noch nicht einmal eine Webseite.

Wie sehr technikafin der BVS allgemein ist, zeigt sich auch daran, dass der BVS Sachsen im Jahr 27 nach der Einführung der Digitalfotografie (1991 stellte die kalifornische Firma Dycam die erste Digitalcamera auf der Cebit vor) endlich ein Seminar dazu anbietet. Im April 2018 wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des BVS Sachsen in Chemnitz der Vortrag „Digitalfotografie für Sachverständige (Basics)“ gehalten. Das war wirklich innovativ.

Ich teile da gern die Auffassung von Marc Stilke (früher CEO Immobilienscout24, heute Geschäftsführer Sprengnetter Immobilienbewertung), der sagt, dass es ohne Digitalisierung gerade auch im Sachverständigenbereich in den nächsten Jahren wirtschaftlich eng wird:

 
Wir sind in Sachen Digitalisierung und meiner Webseite ganz gut aufgestellt und werden in den nächsten Monaten weitere große Schritte gehen. Die kostenlose automatisierte Wertermittlung finden Sie bei mir auf der Webseite bereits. Aber auch zu anderen digitalen Themen bin ich auf der Höhe der Zeit, denn „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.„.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende!

Viele Grüße vom digitalen Sachverständigenschreibtisch

Euer

Lutz Schneider

PS: Der BVS bietet dann unten in seiner Pressemitteilung auch gleich noch „kostenlose Checklisten“ an. Ob für diese BVS-Checklisten auch das oben genannte Zitat „Was nichts kostet, kann auch nichts“ von Herrn Bischoff gilt?

PSS: Der BVS hat einen gleichlautenden Artikel auch in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Lustigerweise wird dort genau auf dieser Seite für kostenlose Immobilienbewertung geworben.